Unternehmenstexte und die Sache mit Inhalt und Verpackung

Ich texte für Ihr Unternehmen: Sachlich, gut recherchiert und in klaren Worten. Mit eigens für Sie formulierten Texten erreichen Sie eine höhere Verweildauer auf Ihrer Webseite von bis zu 23%, was konkret bis zu 30 Sekunden mehr Lesezeit bedeutet. Eine halbe Minute, die essentiell sein kann, um neue Kunden für Ihr Unternehmen zu gewinnen. Starke Texte für starke Unternehmen. 

ODER

Ich erwecke die Geschichte Ihres Unternehmens zum Leben: Wenn der erste Satz auf Ihrer Webseite mitten ins Herz trifft und die Augen des Lesers zum Leuchten bringt, dann spüren Sie selbst, wie Worte wirken. Ich gebe Ihrem Unternehmen eine Sprache und gestalte mit Worten Bildern, die für Ihre Leser zum Erlebnis werden. Machen Sie Ihre Marke lesenswert. 

Zwei unterschiedliche Texte, die im Grunde ein und dieselbe Aussage haben:

Ich texte für Unternehmen. 

Und doch fühlst du dich nicht von beiden Texten auf dieselbe Art & Weise angesprochen. Richtig?

Der Inhalt kann noch so gut und wichtig für dich und dein weiteres Leben sein, wenn die Sprache nicht in deine (Sprach)Welt passt, wird dich dieser Text nicht berühren und nicht dazu bewegen, weiterzulesen, geschweige denn Kunde dieses Unternehmens zu werden. Denn wir spüren bereits beim ersten Lesen auf der Webseite, im Flyer, im Blog, dass wir beide nicht auf derselben Wellenlänge liegen. Im ersten Textbeispiel wird Wert auf Ergebnisse, Zahlen und Fakten gelegt. Im zweiten Beispiel eher auf Emotionen und Erlebnisse.

Worte spiegeln die eigene (Unternehmens)Persönlichkeit wider.

Oftmals schwer vernachlässigt, werden lieblos Texte ins Web oder die Unterlagen geklatscht, die einzig und allein das WAS aber nicht das WIE widerspiegeln. So liest sich die vierte Immobilien-Webseite fast exakt gleich wie die erste. Denn alle vier UnternehmerInnen verkaufen und vermieten Immobilien. Ist es also völlig nebensächlich, welchen Immobilien-Profi ich mir auswähle? Nein, sicherlich nicht. Der Unterschied liegt nicht ausschließlich im Angebot, sondern auch in der Persönlichkeit des Unternehmers bzw. des Unternehmens. Dieses Auswahlkriterium wird oft stiefmütterlich behandelt, denn man ist vom eigenen Produkt, von der eigenen Dienstleistung völlig überzeugt. Und das natürlich zu Recht. Denn das 100% großartige Produkt oder der umfassende Service, der keine Wünsche übrig lässt, ist die Grundlage. Die Basis. Der Standard, wenn wir so wollen. Alleine damit zu überzeugen ist aber – je nach Mitbewerber-Situation – mehr oder weniger herausfordernd.

Worte schaffen Raum für Emotionen.

Zu wissen, WEN ich anspreche als Kunden und welches Gefühl ich mit meinem Produkt oder meiner Dienstleistung mitverkaufe, bringt uns einen entscheidenden Schritt vorwärts. Das in Worte zu verpacken, die zum Unternehmen und dessen Werten passen, macht Sinn. Und Spaß! Plötzlich lesen sich Texte ganz anders und sogar eine Rechnung zu schreiben oder eine Reklamation zu beantworten, kann zu einem positiven Erlebnis werden. Für den, der schreibt und für den, der liest. Das bleibt in Erinnerung.

Jeder Text deines Unternehmens hat das Potential einen echten Wiedererkennungswert zu schaffen. Wenn Inhalt und Verpackung übereinstimmen.

+++ Text-Check-Aktion bis 22.12.2017 +++

Du möchtest wissen, wie deine Web-Texte wirken? Ich biete dir bis 22.12.2017 einen kostenfreien Text-Check deiner Webseite an. Schick mir den Link zu deiner Webseite und ich melde mich bei dir. Kontaktiere mich unter infoATtextblogundkonzept.at !

 

 

Sind wir nicht alle ein bisschen Influencer?

Vorletztes Wochenende fand ich mich plötzlich mitten im Getummel mit 179 anderen BloggerInnen in Salzburg. Bei „Salt & the City“ – einer Konferenz für schreibende Menschen im Internet. Die spannenden Begegnungen dieses Tages möchte ich euch nicht vorenthalten, aber die benötigen gesonderten Raum. Deswegen erzähle ich hier und heute lieber von dem Notizblock, der im Goodie-Bag drin war. Auf diesem stand:

„Influencer – ist das eine Krankheit?“

Abgesehen von dem netten Wortwitz, der mich zum Schmunzeln brachte, gelang es diesem Spruch auch, mich zum Nachdenken zu bringen.

Eine Erklärung für alle nicht-social-media-Menschen: Ein Influencer ist eine Person, die in den sozialen Medien eine Bedeutung hat. Weil sie schreibt, Videos produziert, Fotos postet oder sich sonst auf eine Art & Weise bemerkbar macht und der man „folgen“ kann. Als Fan, als Leser, als Abonnent. Vorzugsweise haben diese Persönlichkeiten viele Menschen in ihrem Gefolge, die sie dann beeinflussen durch das, was sie sagen, schreiben, posten = Einfluss (Influence) ausüben.

Soweit die Theorie.

Ich denke, Influencer sind wirklich eine Krankheit.

Eine an der wir alle leiden. Oder vielleicht nicht leiden, sondern mit der wir leben. Fröhlich vor uns hinpfeifend damit. Denn in im echten Leben beeinflussen wir ständig andere Menschen. Mit unseren Erlebnissen und Erfahrungen. Mit unserem Wissen und unserer Meinung. Wir kaufen etwas, mögen es und erzählen es unseren Freunden. Wir kaufen etwas, mögen es nicht und erzählen es unseren Freunden, den Nachbarn, der Familie, den Arbeitskollegen, der Schwiegermutter und dem Rest der Welt.

Wir alle beeinflussen jemanden. Ständig.

Wir alle sind Influencer. Ohne Bezahlung. Das nennt man dann Mundpropaganda.

Hab ich schon erwähnt, dass ich absolut dafür bin, Dinge beim (deutschen) Namen zu nennen? Schönes Beispiel von Bloggerkollegin Manu Hirt, die mit ihrem Blog „allabout40plus“ heute auf Instagram ein wunderschönes Wort herauskramte, das heutzutage als „Podcast“ bekannt ist.

Manu macht aber keinen Podcast. Manu nimmt ein „Hörspiel“ auf. Jawoll! Da weiß jeder, was man sich drunter vorstellen kann. Und mit ihrem Hörspiel „influenct“ Manu auch ihre Follower. Oder man könnte sagen, das, was sie tut, hat eine Auswirkung auf die Menschen, die es hören, lesen oder sehen. So einfach ist das.

Mundpropaganda ist also unbezahlte Beeinflussung anderer. Klingt jetzt natürlich nicht mehr so verrucht wie „influencing“. Und nicht mehr ganz so ansteckend.

Influencing – Wie sieht es aus, wenn ich das gegen Bezahlung mache?

Ein mehr oder minder namhaftes Unternehmen macht mich also ausfindig und bittet mich – gegen Bares – über ihr Produkt zu schreiben, hörzuspielen oder im Video zu philosophieren. Nun ja … Ich mag Geld und finde, man darf durchaus für gute Arbeit gut bezahlt werden. Sollten wir auch. Bezahlen und bezahlt werden.

Aber ich sehe für mich persönlich eine Gefahr in Sachen Authentizität, wenn mit kleinen oder großen Scheinen gewedelt wird. Denn die Versuchung, das eigene Gefolge in eine bestimmte Richtung gehend zu beeinflussen, ist doch recht groß oder zumindest vorhanden, wenn ich dafür auch noch entlohnt werde, abgesehen von Ruhm & Ehre. Außerdem ist es eine Schmeichelei fürs Ego, wenn ein bekanntes Unternehmen auf  mich zukommt und kooperieren möchte. Da werden ich & mein Ego (und mein Bankkonto) schlicht und ergreifend vom Unternehmen geinfluenced, dahingehend dass ich selbst meinen Einfluss geltend mache. Gegen Bezahlung. Denn ich glaube, unter bestimmten Umständen bin ich käuflich.

Und da wird’s für mich als Authentizitäts-Bloggerin brenzlig. Wem nutzt der bezahlte/ gesponserte Artikel wirklich-wirklich was?

Das gilt es ernsthaft abzuwägen. Aus der Distanz. Weit weg vom Bankkonto. Zumindest für mich. Deswegen ist für mich der Weisheit letzter Schluss: Kooperation ja, influencen ja, aber auf meine Weise. Wenn ich das Produkt oder die Dienstleistung auch bewerben würde, ohne je einen müden Cent dafür zu bekommen – ja! Dann her mit der Kooperation und ich mach das auch sehr gerne gegen Geld, da es dann eine beide-sind-glücklich-Situation ergibt (Fachchinesisch: win-win). Unter diesen Umständen beeinflusse ich meine LeserInnen gerne und mit bestem Gewissen, weil ich voll und ganz dahinter stehe.

Sind Influencer jetzt gut oder schlecht für den eigenen Marketing-Kurs?

Ob bezahlt oder nicht – Influencer braucht jedes Unternehmen und jede Marke. Und damit meine ich nicht, die hashtaggenden (dieses Wort erkläre ich dann mal an anderer Stelle), schiller-filterverwendenden Super-Insta-GangsterInnen, sondern einfach Menschen wie du und ich. Markenbotschafter könnten wir sie auch nennen.

Bringe ich ein Produkt auf den Markt, dass ich unfassbar lecker, praktisch oder einfach schön finde, dann freut es mich, wenn möglichst viele Menschen darüber reden. Und wenn diese Menschen viele andere Menschen erreichen ist das umso besser.

Grundsätzlich glaube ich, dass es eine absolut überlegenswerte, kluge Strategie sein kann, der Welt Zugang zum eigenen tollen Produkt oder Service zu verschaffen, in dem ich die Reichweite anderer Menschen nutze.

Aber bitte, bitte authentisch. Such dir Leute, die dein Produkt, deine Marke und deinen Service so gut finden, dass sie aus tiefstem Herzen gerne für dich sprechen wollen. Und dann sei nett und fair und bezahl sie anständig dafür oder sorge für einen Energieausgleich, der für beide Parteien passt. Und seid bitte offen und ehrlich zu den Leuten, die euch folgen. Das sind alles Menschen, die es mögen, wie solche behandelt zu werden. Keiner von uns glaubt, dass du morgens kuschelnd mit deinem Liebsten und einer Flasche Waschmittel im Bett liegst.

Das Zwetschgenknödel-Prinzip

Es ist Herbst. Zeit für Zwetschgenknödel. Und Semmelbrösel und Zimtzucker. Aber was hat ein Zwetschgenknödel mit Marketing zu tun?

Alles. Glaub mir, einfach alles.

Ich hatte letzte Woche ein wunderschönes Skype-Gespräch mit der lieben Marion, die derzeit in Richtung Portugal lebt und von einer Insel zur anderen hüpft und dort arbeitet. Dieser Artikel ist für sie und alle anderen, die sich noch unklar sind, was sie wirklich tun wollen und anbieten können. Ich nenn das jetzt mal die eigene Kern-Kompetenz. Aha, jetzt kommen wir dem Zwetschgenknödel schon etwas näher.

Ich bin übrigens selbst keine Ausnahme und daher schreibe ich diesen Text vor allem auch für mich, denn Marion und ihre Anfrage habe mich meiner eigenen Kompetenz deutlich näher gebracht. Wer mich kennt, weiß, dass ich eine Suchende und eine Findende bin. Manchmal weiß ich nicht, was ich suche, aber ich finde stets etwas, womit ich mich vergnügen kann, mich weiterentwickle und andere Menschen begleite und diesen ebenfalls zur Weiterentwicklung verhelfe. Ich bin ein Der-Weg-ist-das-Ziel-Mensch.

Und ich mag Zwetschgenknödel.

Weiche Hülle und ein harter Kern

Die weiche, softe Teighülle, die so schön schmatzig im Mund wird, der knusprige Zimtzucker oben drauf, der zwischen den Zähnen knirschend schmilzt und dann das Beste: die saftig-warme Zwetschge. Süß, säuerlich, herb und so zwetschgenzart. Ein Traum! Und genau darum geht es, wenn du das Gefühl hast, dein Business ruft dich:

Du machst dich selbständig, bist es vielleicht schon und trotzdem hast du noch das Gefühl, nicht zu 100% das zu tun, wofür du „gemacht“ bist. Du springst noch ein wenig zwischen den Hochzeiten hin und her – willst alles ausprobieren. Überall mitmischen. Alles ist so aufregend und es gibt noch vieles auszuprobieren. Du machst eine Webseite (oder lässt sie machen), du hast einen Insta-Account (weil man das halt hat), du treibst dich auf Pinterest rum (mehr oder weniger – ok, eher weniger, weil du nicht weißt, was du dort tun sollst) und natürlich hast du eine Facebook-Fanpage. Das ist dein Knödelteig. Das Außen-Draußen deines Unternehmens. Die Hülle, die leckere Fassade – das köstliche Marketing. Das, was man zuerst von dir sieht.

Welcher Knödel bist du?

Aber was ist mit deiner Füllung: Bist du ein Marillenknödel? Bist du ein Nougat – oder Maronenknödel? Oder bist du ein Zwetschgenknödel? Was ist drin? Und jetzt geht es echt ans Eingemachte – im übertragenen und im wahrsten Wortsinne. Ich hab mir das anhand von mir selbst überlegt: Was ist meine Kern-Message? Meine Füllung? Ja, ich mache Marketing, ich bastle an Webseiten rum, ich mache Workshops, halte Vorträge, blogge für mein Leben gern – aber WAS IST MEINE FÜLLUNG? Was ist der Kern des Ganzen? Was ist es das ich mehr als alles andere in der Welt den Menschen da draußen beibringen und zeigen möchte?

Und es gibt einen Satz, der das alles in nur 5 Worten ausdrückt:

Ankommen wie ich es will.

Das ist meine Zwetschge. Meine Füllung. Meine Kern-Kompetenz. Mein Thema. Das, worum es geht. Das Essentielle. Der Kern – das, was übrigbleibt, wenn ich alles andere wegnehme (oder aufgegessen habe). Ob ich den Menschen zeige, wie sie trotz Sport-Inkompetenz Freude an Bewegung finden oder ob ich in einem Workshop Wege finde, wie sich meine Kunden authentisch durch den Online-Marketing-Dschungel bewegen oder ob ich einen PR-Text verfasse, der dir so aufs Business geschneidert ist, dass du beim Lesen Tränen in den Augen hast (hey, das ist heute gerade erst passiert, ich übertreibe nicht!) – im Endeffekt geht es immer darum: Dinge auf deine Weise zu tun. Nicht der Norm entsprechen. Sondern die eigene Norm festzulegen und auszubrechen, wann immer es richtig für dich ist. Das ist meine Füllung.

Mit diesem neuen Wissen, dieser inneren Erkenntnis sehe ich Dinge plötzlich anders. Klarer, unverschleiert. Ich kann entscheiden und festlegen, was meine Dienstleistung ist und/oder sein soll. Ich kann klar sehen, was ich tun möchte und was nicht. Was mich weiterbringt und was nicht.

Danke liebe Marion – du hast mir gerade eben Klarheit geschenkt. Ich habe dir versprochen, dass du Fragen von mir bekommst, die dich auf die Spur bringen sollen, was schlussendlich dein Business sein wird. Und in Wirklichkeit ist es ganz einfach. Denn es gibt nur diese eine, einzige Frage, die zählt:

Was ist deine Message für die Menschen da draußen?

Viel Freude beim Entdecken eurer Kern-Kompetenzen. Ich bin gerade unglaublich motiviert und klar. Und werde dementsprechend – wieder mal – Dinge ändern. Weglassen. Mich reduzieren. Mich fokussieren. Mich positionieren.

Ich hab jetzt Lust auf Zwetschgenknödel.

Storytelling: Erzähl doch mal!

Wenn ich heute so über Marketing nachdenke und was es für mich bedeutet, dann kommen mir irrwitzigerweise doch immer wieder dieselben alten Gedanken in den Kopf: laut sein, Werbung machen, Klinken putzen, Menschen zu ihrem (vermeintlichen) Glück zwingen, aufdringlich sein … alles alte Denkmuster, mit denen vielleicht auch du aufgewachsen bist.

Marketing hat irgendwie einen miesen Ruf.

Dabei kann das alles doch auch ganz anders sein. Gerade ich sollte es eigentlich besser wissen. Betreibe ich doch seit einigen Jahren lustig-luftiges Marketing in eigener Sache, ohne es zu Beginn überhaupt zu bemerken. Und wie ging das?

Indem ich meine Geschichte erzählte. Im Internet, auf Vortrags-Bühnen, im persönlichen Gespräch … Plätze und Gelegenheiten gibt es viele. Und das Spannende daran ist, dass ich mich niemals aufdrängen musste. Es war genau umgekehrt. Ich wurde immer darum gebeten, zu erzählen. Und wenn du beginnst, deine eigene Story zu erzählen, deine Augen anfangen zu leuchten und die Worte aus deinem Mund sprudeln … dann ist das meist der Moment wo du dein Gegenüber schon mitgenommen hast auf die Reise. Oder überzeugt hast, wenn du so willst. Denn nichts ist unwiderstehlicher als jemand, der dir mit Leidenschaft von seinem Projekt und von seinen Erlebnissen erzählt.

Storytelling – in aller Munde. Wo auch sonst?

Vielleicht ist deswegen das Wort Storytelling immer und überall präsent, wenn es um Marketing geht. Und ich konnte so lange nix damit anfangen. Ich dachte immer, ich müsste irgendwelche Geschichten erfinden. Und ehrlich: Das Wort an sich mag ich immer noch nicht, denn es suggeriert mir, dass dies eine bestimmte „Technik“ im Marketing ist. Dabei ist das völliger Quatsch, denn wir erzählen unsere Stories jeden Tag. Das kann schon morgens im Hausflur beginnen, wenn wir der Nachbarin von dem seltsamen Geräusch erzählen, das uns in der Nacht aufgeweckt hat. Wenn dich die Nachbarin dann mit großen Augen anschaut und es ihr die Härchen an den Armen aufstellt, dann weißt du, dass deine Geschichte gut war. Der vielleicht wichtigste Tipp in Sachen Marketing & Storytelling:

Wenn du was zu erzählen hast, dann tu es!

Und vielleicht weißt du jetzt im Moment nicht, wie das geht. Das Schöne ist: Völlig egal! Mach einfach, beginne zu erzählen – probier es erst einmal nur für dich aus. Schreib ein Tagebuch, einen Blog, einen Notizzettel. Schreiben und erzählen lernt man durch das Tun. Anders nicht. Du wirst kein grandioser Geschichtenerzähler oder Geschichtenerzählerin in dem du nur darüber nachdenkst.

Wenn ich etwas in den letzten Jahren durch die vielen neuen Menschen in meinem Leben gelernt habe, dann das jeder von uns mindestens eine Geschichte in sich trägt, die es wert ist, erzählt zu werden und die das Potential hat, Menschen in ihren Bann zu ziehen. Du musst nur herausfinden, welche das ist.

Wenn du etwas Hilfe dabei brauchen kannst, dann bin ich gerne für dich da! Oder du meldest dich jetzt und hier zum kostenlosen 3-teiligen Video-Storytelling-Kurs von meiner Kollegin Annika Thierfeld vom „Marketingcafé“ an. Ich hab mir den Kurs selbst angesehen und mitgemacht – das war quasi obligatorisch, denn rate mal, wer als Praxisbeispiel im 2. Video vorkommt?

Wieso es gut ist, wenn deine Facebook-Fans abspringen

Judith Riemer, Die Bloggerin

Als ich vor rund vier Jahren begann, meine Facebook-Fanpage ins Leben zu rufen und mit den Inhalten zu experimentieren, war für mich die einzig wichtige Zahl die der Fans. Wieviele Fans hat meine Seite heute? Sind über Nacht vielleicht neue dazugekommen? Und ähnlich glücklich, wie wenn die Zahl auf der Waage niedriger wurde, war ich, wenn meine Facebook-Seite neue Fans gewann.

Anfangs waren das natürlich „nur“ Freunde und Bekannte. Mit der Zeit kamen neue Gesichter dazu. Irgendwann kamen aber auch Tage, an denen ich feststellte, dass ich plötzlich weniger Fans hatte. Und schon ging die Grüblerei los:

 

  • Was habe ich falsch gemacht?
  • Habe ich mit dem Posting jemanden persönlich angegriffen?
  • Lohnt sich der Aufwand einer Facebook-Seite überhaupt, wenn doch sowieso alle (!!!) abspringen?
  • Was soll ich denn überhaupt posten, wenn sich danach ständig (!!!) jemand abmeldet?

Und so weiter und so fort. Kennst du vielleicht.

Du kannst es nicht jedem recht machen.

Einer meiner meistgehassten Sätze, weil er so wahr ist. Mein Vorteil war von Anfang an, dass ich meine Fanpage nicht dazu ins Leben gerufen hatte, um es jemand anderem recht zu machen. Nein, die Seite war vielmehr für mich selbst gedacht, um meine Fortschritte zu dokumentieren und meinem Blog eine weitere Plattform zu bieten, sich zu verbreiten. Trotzdem fühlte ich mich immer ein wenig unwohl, wenn die Fans absprangen.

Dazu kam im Laufe der Jahre, dass ich der Seite andere Namen gab, zwei Seiten zusammenlegte … klar, das war für die Fans vielleicht verwirrend, sorgte aber bei mir für mehr Klarheit. Ich habe das stets öffentlich auf der Seite kommuniziert, was ich vorhabe, was mit der Seite geschieht, welche Inhalte zu erwarten sind, was die Namensänderung bedeutet – und was geschah?

Die Facebook-Fans wurden (trotzdem) weniger.

Speziell jetzt in letzter Zeit merke ich, wie mir die Leute wieder abspringen, aufgrund meiner letzten Postings. Und weißt du was?
Ich bin froh darüber. Denn nach rund neun Jahren Facebook, davon fast fünf Jahre aktiv mit mehreren Facebook-Fanseiten und als Gruppen-Admin, habe ich eines verstanden: Die Facebook-Leser, die gehen sind genauso wertvoll wie die, die bleiben. Denn die, die gehen, die gehen deshalb, weil das, was ich poste aus irgendeinem Grund nicht mehr relevant ist für sie. Ich finde das sehr gut, denn so kann ich mir sicher sein, dass die Leute, die noch hier sind, auch das lesen wollen, was ich schreibe. Und genau mit diesen Leuten wünsche ich mir eine Kommunikation auf den sozialen Kanälen. Ich schreibe und poste nicht, um keine Antwort zu erhalten. Ganz im Gegenteil: Ich freue mich auf Feedback & Austausch. Das kann ich mir von Menschen nicht erwarten, die sich nicht (mehr) für mein Thema interessieren.

Mit jedem Fan, der geht, kann ich mir sicher sein, dass die zurückbleiben, die etwas von mir lesen wollen.

Ich habe in den letzten 4 Wochen 17 Facebook-Fans „verloren“ – 12 neue Leser sind dafür dazugekommen. Ich freue mich über die 12 Neuen sehr und genauso freue ich mich über die 17, die gegangen sind. Denn wichtiger als die Gesamtfanzahl ist mir das, was mit den Menschen, die mir folgen, passiert, wenn ich etwas poste. Im besten Falle bewegt sich etwas bei ihnen. Das kann aber nur geschehen, wenn auch gelesen wird, was ich schreibe.

Was sind deine Erfahrungswerte mit „abspringenden“ Fans?

Zu vielfältig für dein Business?

Was haben ein Hochglanz-Fotograf, ein Versicherungsmakler, ein Rock-Sänger und die Inhaberin einer Werbeagentur gemeinsam?

Auf den ersten Blick vielleicht nicht allzuviel – auf den zweiten Blick gleich wesentlich mehr. Der Fotograf coacht neben der Fotografie Menschen in anspruchsvollen Lebensphasen, der Versicherungsmakler bearbeitet mit vollem Körpereinsatz die Beschwerden seiner Klienten mittels Shiatsu, der Rocksänger sorgt mit einem tieferen Einblick ins eigene Geburtshoroskop für mehr Klarheit bei den wichtigen Fragen des Lebens. Und die Werbefrau? Die bloggt über langsames Laufen, macht Smoothie-Workshops und hält Vorträge über vegane Ernährung und langsames Laufen.

Ja, war jetzt nicht ganz so schwierig zu erraten wer sich hinter der zuletzt genannte Person verbirgt – nämlich ich. Vor einigen Jahren war ich bereits schon einmal selbständig und auch damals fiel es mir nicht so leicht, mich auf ein „Kerngebiet“ zu beschränken. Ist auch nicht so einfach, wenn die Welt so bunt und vielfältig ist – und ich so neugierig bin! Abgesehen davon, dass ich das Glück habe, leicht zu lernen und breit gestreute Talente besitze. Das ist übrigens keine Angeberei, sondern Fluch & Segen. Oft denke ich, es wäre einfacher, wenn mich a) nur ein Thema beruflich interessieren würde und b) ich nur eine einzige Sache gut könnte. Gut, ist aber nicht so. Und ja, das ist wirklich gut so.

Vielfachbegabung = Bauchladen?

Damals riet mir ein Coach:

„Pass auf, dass du nicht mit einem Bauchladen rumläufst!“

Und ja natürlich kann das unter Umständen verwirrend sein, wenn man Verschiedenes anzubieten hat. Es kann aber auch bereichernd sein. Nämlich dann, wenn sich die Themengebiete ergänzen und aufeinander aufbauen.
Am schönsten hat es übrigens Versicherungsmakler, Energetiker und Shiatsu-Praktiker Dietmar Meindl aus Axams in Tirol auf den Punkt gebracht, als ich ihn fragte, wie diese beiden Themengebiete für ihn zusammengehen:

„Ich helfe gerne Menschen.“

Tja, und genau das tut er hier wie dort – als Versicherungsmakler sorgt er für Sicherheit in materiellen Angelegenheiten, als Shiatsu-Praktiker löst er Blockaden und gibt Hilfe im körperlichen und energetischen Bereich. Und das übrigens sehr gut. Von Dietmar bekam ich kürzlich meine allererste Shiatsu-Behandlung und bin jetzt Feuer & Flamme.

Einer meiner liebsten Work-Partner und Freund, Christian Holzknecht, fotografiert seit 10 Jahren für den Playboy Deutschland und bringt nebenbei Menschen bei, sich selbst zu lieben und ihren „inneren Sonnenschein“ herauszulocken. Passt nicht zusammen? Doch und wie! Wer schonmal bei Christian vor der Kamera saß, merkt sofort, dass hier mehr als „nur“ fotografiert wird.

„Bei mir geht keiner so raus, wie er reingekommen ist“,

erzählt er. Und das stimmt. Ich spreche aus Erfahrung. Mit dem Medium der Fotografie hat Christian ein wunderbares Werkzeug an der Hand, Menschen sichtbar zu machen – vor allem für sich selbst. Das Licht, in dem sie sich sehen hat übrigens selten was mit dem verwendeten Filter von Christians Kamera zu tun, sondern mehr mit der Einstellung, mit der sie das Bild von sich betrachten.

Und auch bei Rocksänger und Astrologe Florian M. L. Koller kann ich aus eigener Erfahrung sprechen, wenn ich sage: Rockmusik & Astrologie ist kein Widerspruch, sondern eine nur auf den ersten Blick ungewöhnliche Konstellation. Denn wer sich die Texte von Florians Songs seiner Band KIN anhört, der merkt bereits bei diesen Zeilen, dass es in Songs wie „Tensions“ und „It’s time“ nicht wie üblich um Liebe, Kummer & Wut geht, sondern mit Themen wie Reinkarnation und die Ausbeutung der Erde durch den Menschen sehr viel tiefer. Florian packt seine spirituelle Seite in seine Songs und kreiert damit ungewöhnlich tiefgehende Rock-Literatur. Das „große Ganze“ hat er auch in seinen astrologischen Beratungen immer im Auge. Hier geht es nicht um Esoterik, sondern um Veranlagungen und Lebensphasen, die im Geburtshoroskop abzulesen sind – wenn man sich damit auskennt. Und das tut Florian. Sehr spannend, wie er dieses doch lange etwas milde belächelte Thema Astrologie auf eine ganz klare und sachliche Art & Weise behandelt und Menschen damit durchaus zu mehr Klarheit verhelfen kann.

Alles oder gar nix?

Es geht auch zusammen, wenn man mehr als nur ein Interesse hat. Und manchmal bedarf es nur ein wenig intensiven Nachdenkens, was der rote Faden zwischen deinen Interessen ist. Ich hab für mich eine Weile und viele Gedanken gebraucht, um die Gemeinsamkeit zwischen den Themen auf den Punkt zu bringen: Deine eigene Individualität zu leben und als Geschenk zu sehen. Für dich und für andere. Sowohl beruflich in Form von Sprache & Text – als auch privat in Form eines gesunden Körpers und einem Lebensstil, der zu dir passt.

Wenn man es mal rausgefunden und in Worte verpackt hat, ist das richtig gutes Gefühl, kann ich dir versichern. Und jetzt bin ich neugierig …

Was sind deine Leidenschaften und wo findest du den roten Faden zwischen deinen verschiedenen Talenten & Tätigkeiten?

Soll ich bloggen?

Gegenfrage: Hast du was zu erzählen?

Ich meine, so richtig von Herzen? Etwas, was dich wirklich beschäftigt, etwas bei dem deine Augen anfangen zu leuchten? Gibt es ein Thema, bei dem du schon soviel eigene Erfahrung sammeln konntest, dass du stundenlang über deine Erfolge und (vermeintliche) Nicht-Erfolge – nennen wir sie lieber Lernphasen – reden könntest?

Dann könnte es sein, dass du bloggen solltest. Sofern dir ein paar andere Dinge auch noch Spaß machen. Wie zum Beispiel Schreiben. Denn man mag es kaum glauben, aber ohne das funktioniert kein Blog. Ich schreibe bewusst, dass es dir „Spaß“ machen soll und nicht, dass du es perfekt beherrschen musst. Ich habe immer schon gerne geschrieben, schon in der Volksschule, aber das heißt nicht, dass ich es deswegen auch gut kann.

Überhaupt bin ich eine große Befürworterin davon, dass wir mehr Dinge tun sollten, die uns Spaß machen, selbst wenn wir sie nicht gut können. Oder noch nicht gut können. Denn wie so viele Dinge, ist auch das Schreiben etwas, das man trainieren kann. Klar gibt es unantastbare Grundpfeiler wie Grammatik und Rechtschreibung, die man einigermaßen beherrschen sollte, wenn man nicht tageweise vor einem 300-Wort-Artikel verzweifeln möchte. Aber ich wage jetzt mal die These, dass du mit deiner Sprache einigermaßen klarkommst, wenn du gerne schreibst und umgekehrt falls das nicht der Fall ist, du auch nicht soooo gerne Texte verfasst.

Bloggen oder nicht bloggen

Ich bin kein Fan des Wortes „bloggen“. Irgendwie scheint es mir vorauszusetzen, dass man eine Art Handwerk dafür benötigt, um zu bloggen. Es klingt, als müsste man etwas Besonderes beherrschen oder wissen. In meinen Augen gibt es genau drei Dinge, die du wissen/ können/ haben musst und zwei davon habe ich schon erwähnt:

  •  Spaß am Schreiben
  • Know-how deiner Sprache
  • ein wenig Interesse an der Technik

Ich habe 2012 angefangen, einen Blog zu schreiben. Und ich habe mich rund vier Jahre geweigert, mich als Bloggerin zu bezeichnen. Ich hab immer gesagt, ich schreibe Tagebuch. Ein öffentliches Tagebuch. Ein Tagebuch, das Leute kommentieren können. Das ich es nicht als Blog, sondern als Tagebuch empfand lag zum einen daran, dass ich über sehr persönliche Geschichten gebloggt habe, nämlich über meinen Weg vom Couchpotato zur Halbmarathonläuferin. Zum anderen lag es daran, dass ich eben diese Vorstellung hatte, dass ein Blogger irgendwas konnte oder wusste, von dem ich keinen Schimmer hatte. Irgendwann sprach ich darüber mit Huberta Weigl, Inhaberin der Schreibwerkstatt in Wien. Und Huberta meinte damals zu mir: „Judith, natürlich bloggst du!“ Mein Gegenargument war, das ich keine Ahnung von Keywords hätte und mich das auch nicht interessiert. Huberta meinte, das wäre auch nicht ausschlaggebend.

Es gibt bestimmt 1000 und mehr Gründe, wieso ich gerne blogge bzw. schreibe. Und klar könnte ich das auch im stillen Kämmerlein tun statt in einem öffentlichen Blog – zumindest das, was ich für mich „privat“ blogge. Aber bloggen – und das ist vielleicht der große Unterschied zu einem echten Tagebuch, das zuhause versteckt unter den Dessous gebettet liegt – ist keine Einbahnstraße.

Bloggen heißt kommunizieren.

Mit anderen Menschen. Nie werde ich den Moment nach einer 9-monatigen Blogpause vergessen, als ich den ersten Eintrag geschrieben habe mit den Worten „ich weiß ja nicht, ob das hier noch einer liest“ und postwendend die Antwort kam: „Ja, logisch liest das hier jemand. Oder denkst du, wir verschwinden alle, nur weil du mal ein paar Monate nicht schreibst?“
Uff. Okay, mein Blog wird gelesen. Was für ein gutes Gefühl! Und auch deswegen schreibe ich. Um in den Dialog zu treten. Feedback zu bekommen. Fragen zu erhalten, die mich wieder zu neuen Blogartikeln anregen. So wird das Netz immer größer und ich erreiche dadurch neue Menschen, neue Leser, die irgendwann vielleicht zu Kunden werden. Weil sie mich als Person durch meinen Blog und meine Weise, wie ich ihn schreibe, kennenlernen. Besser kennenlernen als es eine statische Webseite zulässt. Ich gewähre ihnen Einblick. In meine Denk- und Arbeitsweise, in meine Persönlichkeit. Und ich denke, das ist sehr wichtig, damit die Kunden zu mir kommen, die mit meiner Art und meinem Wesen vollkommen einverstanden sind. Die genau das wollen. Denn dann macht die Arbeit richtig Spaß. Richtig, richtig, richtig Spaß!

Also, Blog oder nicht Blog?

 

Thema, Spaß und Neugier sind da? Ja, dann blog doch bitte! Und mach dir keinen Stress, wie es funktioniert und was du alles beachten sollst. Erst mal einfach gar nix berücksichtigen! Hau in die Tasten, schreib einfach, um zu schreiben, um deinen Kopf freizubekommen, deine Gedanken zu sortieren, um das rauszuhauen, was der Welt nützlich sein könnte und was dir ein gutes Gefühl verschafft. Ich weiß, es gibt inzwischen viele Online-Kurse und Lehrgänge über „richtiges Bloggen“. Und viele davon sind richtig toll. Aber für den Moment fang einfach an und mach es nicht komplizierter als es ist. Bloggen = Schreiben. Schreiben kannst du. Also kannst du auch bloggen. Anfangs ist es vielleicht ein wenig zäh, aber beginne einfach mit kurzen Artikeln. Schreib eine Mini-Serie mit Mini-Absätzen über ein Mini-Thema. Du weißt nicht wie die Technik funktioniert? Im Moment noch egal. Schreib erstmal 2-3 Blogartikel und mach dich mit dem Schreiben vertraut. Schreib in Word, Pages, Evernote … wo immer du magst.

Mach dich mit dem Schreiben vertraut. Du wirst sehen, dass es mit der Zeit ganz leicht wird, deine Gedanken und Themen in Worte zu fassen. Und dann geht der Spaß erst richtig los!

Ein Dankeschön: Das Foto von mir stammt übrigens aus der Kamera von Christian Holzknecht, der auch „einfach so“ los-gebloggt hat … mit meiner Unterstützung jetzt auch auf eigenem WordPress-Blog.