Storytelling: Erzähl doch mal!

Wenn ich heute so über Marketing nachdenke und was es für mich bedeutet, dann kommen mir irrwitzigerweise doch immer wieder dieselben alten Gedanken in den Kopf: laut sein, Werbung machen, Klinken putzen, Menschen zu ihrem (vermeintlichen) Glück zwingen, aufdringlich sein … alles alte Denkmuster, mit denen vielleicht auch du aufgewachsen bist.

Marketing hat irgendwie einen miesen Ruf.

Dabei kann das alles doch auch ganz anders sein. Gerade ich sollte es eigentlich besser wissen. Betreibe ich doch seit einigen Jahren lustig-luftiges Marketing in eigener Sache, ohne es zu Beginn überhaupt zu bemerken. Und wie ging das?

Indem ich meine Geschichte erzählte. Im Internet, auf Vortrags-Bühnen, im persönlichen Gespräch … Plätze und Gelegenheiten gibt es viele. Und das Spannende daran ist, dass ich mich niemals aufdrängen musste. Es war genau umgekehrt. Ich wurde immer darum gebeten, zu erzählen. Und wenn du beginnst, deine eigene Story zu erzählen, deine Augen anfangen zu leuchten und die Worte aus deinem Mund sprudeln … dann ist das meist der Moment wo du dein Gegenüber schon mitgenommen hast auf die Reise. Oder überzeugt hast, wenn du so willst. Denn nichts ist unwiderstehlicher als jemand, der dir mit Leidenschaft von seinem Projekt und von seinen Erlebnissen erzählt.

Storytelling – in aller Munde. Wo auch sonst?

Vielleicht ist deswegen das Wort Storytelling immer und überall präsent, wenn es um Marketing geht. Und ich konnte so lange nix damit anfangen. Ich dachte immer, ich müsste irgendwelche Geschichten erfinden. Und ehrlich: Das Wort an sich mag ich immer noch nicht, denn es suggeriert mir, dass dies eine bestimmte „Technik“ im Marketing ist. Dabei ist das völliger Quatsch, denn wir erzählen unsere Stories jeden Tag. Das kann schon morgens im Hausflur beginnen, wenn wir der Nachbarin von dem seltsamen Geräusch erzählen, das uns in der Nacht aufgeweckt hat. Wenn dich die Nachbarin dann mit großen Augen anschaut und es ihr die Härchen an den Armen aufstellt, dann weißt du, dass deine Geschichte gut war. Der vielleicht wichtigste Tipp in Sachen Marketing & Storytelling:

Wenn du was zu erzählen hast, dann tu es!

Und vielleicht weißt du jetzt im Moment nicht, wie das geht. Das Schöne ist: Völlig egal! Mach einfach, beginne zu erzählen – probier es erst einmal nur für dich aus. Schreib ein Tagebuch, einen Blog, einen Notizzettel. Schreiben und erzählen lernt man durch das Tun. Anders nicht. Du wirst kein grandioser Geschichtenerzähler oder Geschichtenerzählerin in dem du nur darüber nachdenkst.

Wenn ich etwas in den letzten Jahren durch die vielen neuen Menschen in meinem Leben gelernt habe, dann das jeder von uns mindestens eine Geschichte in sich trägt, die es wert ist, erzählt zu werden und die das Potential hat, Menschen in ihren Bann zu ziehen. Du musst nur herausfinden, welche das ist.

Wenn du etwas Hilfe dabei brauchen kannst, dann bin ich gerne für dich da! Oder du meldest dich jetzt und hier zum kostenlosen 3-teiligen Video-Storytelling-Kurs von meiner Kollegin Annika Thierfeld vom „Marketingcafé“ an. Ich hab mir den Kurs selbst angesehen und mitgemacht – das war quasi obligatorisch, denn rate mal, wer als Praxisbeispiel im 2. Video vorkommt?